Diagnose

Je früher die COPD diagnostiziert und behandelt wird, desto besser kann der Verlauf der Erkrankung mit wirksamen Medikamenten beeinflusst und die Beschwerden verbessert werden. Früherkennung ist daher wie bei vielen anderen Erkrankungen auch bei der COPD oberstes Ziel.

Die Diagnose einer COPD ruht auf drei Säulen:

  • Umfassendes Gespräch zur Krankengeschichte (Anamnese)
  • Gründliche körperliche Untersuchung
  • Untersuchung der Lungenfunktion (Spirometrie)
In der Regel wird die Erstdiagnose oder der Verdacht auf eine COPD durch den Hausarzt gestellt, der dann für eine ausführliche Untersuchung der Lungenfunktion an den Lungenfacharzt überweisen kann.

Die Lungenfunktionsprüfung ist das wichtigste medizinische Diagnoseverfahren, um eine COPD festzustellen, und kann vom Hausarzt durchgeführt werden. Dabei führt man über ein Messgerät mit Mundstück verschiedene Atemmanöver aus, aus denen die persönlichen Werte automatisch errechnet werden. Zu den wichtigsten Werten, die mit Hilfe der Spirometrie gemessen werden, gehören die

  • Vitalkapazität (VC): Die Luftmenge, die maximal ausgeatmet werden kann, nachdem man vorher so tief wie möglich eingeatmet hat.
  • Einsekundenkapazität (FEV1): Die Luftmenge, die man nach tiefster Einatmung innerhalb von einer Sekunde wieder ausatmen kann. Während bei gesunden Menschen dieser Wert bei über 80 % der Vitalkapazität liegt, ist er bei COPD-Patienten durch die chronisch verengten Bronchien deutlich niedriger.
Nach den Ergebnissen der Lungenfunktion und den Beschwerden des Patienten wird die COPD in Schweregrade* eingeteilt.

Schweregrad IV (sehr schwer)

  • Die Einsekundenkapazität liegt bei unter 30 % des Normalwerts
  • Atemnot bei leichter Belastung oder bereits in Ruhe
  • Husten und Auswurf
Schweregrad III (schwer)
  • Die Einsekundenkapazität liegt zwischen 30 % und 50 % des Normalwerts
  • Atemnot bereits bei leichter Belastung
  • Husten und Auswurf
Schweregrad II (mittel)
  • Die Einsekundenkapazität liegt zwischen 50 % und 80 % des Normalwerts
  • Atemnot bei körperlicher Belastung
  • In den meisten Fällen Husten und/oder Auswurf
Schweregrad I (leicht)
  • Die Einsekundenkapazität liegt bei über 80 % des Normalwerts
  • Atemnot bei starker körperlicher Belastung
  • In den meisten Fällen Husten und/oder Auswurf
* Modifiziert nach: Nationale Versorgungs-Leitlinie COPD; Deutsches Ärzteblatt 2006; 103: A1324-A1327 und Global Initiative for Obstructive Lung Disease (GOLD). http://www.goldcopd.org

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