Der Lunge Gutes tun 12. Deutscher Lungentag 2009 mit dem Motto „Wellness für die Lunge“
Bei der Behandlung der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) nützt körperliche Aktivität: „Bewegung an der frischen Luft, körperliches Training, regelmäßige, leichte Gymnastikübungen – das ist wichtig, um entspannter Luft zu bekommen und der Lunge Gutes zu tun“, erklärt der Lungenfacharzt Professor Dr. Heinrich Worth aus Fürth anlässlich des diesjährigen 12. Deutschen Lungentages. Allein in Deutschland leiden knapp fünf Millionen Menschen an schweren Lungerkrankungen wie der COPD.1 Am 26. September 2009 wird mit bundesweiten Aktionen darauf aufmerksam gemacht, wie Lungenerkrankungen erkannt und ihnen vorgebeugt werden kann.
Die Zahl der Lungenkranken steigt: Allein in Deutschland sind nahezu fünf Millionen Menschen von einer COPD betroffen. Langjähriges Rauchen ist der bedeutsamste Risikofaktor für das Entstehen einer COPD. Die Krankheit tritt meist ab dem 40. Lebensjahr auf: 13,2 Prozent der über 40-Jährigen sowie mehr als 25 Prozent der über 70-Jährigen leiden an der Erkrankung. Vor allem bei Frauen über 40 wurde ein deutlicher Zuwachs festgestellt. Bei vielen Betroffenen ist die Krankheit jedoch nicht diagnostiziert.1
Wie erkenne ich die Erkrankung?
Viele Patienten sind sich ihrer Erkrankung lange Zeit nicht bewusst, denn der Verlauf der COPD ist schleichend. Die charakteristischen Symptome der COPD – Auswurf, Husten und Atemnot – machen sich erst im Laufe der Erkrankung immer stärker bemerkbar. „Viele nehmen diese Beschwerden nicht ernst und gehen daher oft erst sehr spät zum Arzt“, erklärt Worth. Dabei gibt es drei einfache Fragen, die helfen, eine COPD zu erkennen: „Sind Sie über 40 Jahre alt? Sind Sie Raucher oder waren Sie Raucher? Leiden Sie an Atemnot, insbesondere unter körperlicher Belastung, oder husten Sie?“ „Wer diese drei Fragen mit ‚ja‘ beantwortet, der sollte einen Arzt aufsuchen“, betont der Experte. Eine frühzeitige Diagnose gilt als Schlüssel zu einer erfolgreichen Therapie, die nötig ist, um den Teufelskreis der COPD zu durchbrechen.
Die Lungenerkrankung COPD – ein Teufelskreis
"Die häufigste Ursache der COPD ist das Zigarettenrauchen“, so der Lungenfacharzt. Auf die ständige Schadstoffbelastung reagiert die Lunge: Die Bronchien verengen sich dauerhaft. Der Betroffene kann nicht mehr genug ausatmen und es kommt zum Luftstau in der Lunge, der mit der Zeit die Lunge überbläht. Die Betroffenen haben das Gefühl, nicht mehr richtig atmen zu können. „Diese Atemnot tritt anfangs nur unter Belastung auf. Daher beginnt sich der COPD-Patient zu schonen. Statt den Treppen wird öfter der Lift benutzt, statt zu Fuß zum Einkaufen zu gehen, fährt er öfter mit dem Auto", erklärt Worth, "aber das baut nur Muskelmasse ab." Die körperliche Belastbarkeit des Betroffenen verringert sich dadurch weiter. Die Atemnot, die anfangs nur unter Belastung auftritt, stellt sich im späteren Stadium schon im Ruhezustand ein und der Betroffene wird zunehmend inaktiv und in seiner Lebensqualität immer stärker eingeschränkt.
Was hilft der Lunge?
„Raucher sollten unbedingt mit dem Rauchen aufhören“, apelliert Worth. Ein konsequenter Rauchstopp sei der wichtigste Schritt bei der Behandlung der COPD. Des Weiteren körperliche Aktivitäten: Sportarten wie Nordic Walking, Jogging, Radfahren oder Schwimmen sowie Trainings in speziellen Lungensportgruppen verbessern Kondition und Belastbarkeit. „Auch einfache Atemübungen können hilfreich sein“, empfiehlt der Experte. Bei sportlichen Aktivitäten sei es allerdings wichtig, die Belastung an das Alter und den Schweregrad der Erkrankung des COPD-Patienten anzupassen, am besten in Absprache mit dem Haus- oder Lungenfacharzt. Entspannungsübungen, bei denen bewusstes Atmen im Vordergrund steht, beeinflussen die Lunge positiv. Auch die medikamentöse Therapie ist wichtig. „Es gibt Medikamente zum Inhalieren, die leicht anwendbar sind: Sie erweitern die Atemwege bis zu 24 Stunden lang und müssen daher nur einmal täglich angewendet werden. Die Betroffenen können dann besser atmen und sie sind wieder belastungsfähiger“, so Worth. In diesem Zusammenhang ist ein anwenderfreundliches Inhalationssystem von großer Bedeutung. Leicht zu bedienen ist z. B. der Inhalator Respimat®, der dem Patienten durch seine lang anhaltende Sprühwolke mehr Zeit zum Einatmen gibt.
Mit dem bundesweit stattfindenden Deutschen Lungentag, soll die Bevölkerung am 26. September über die Möglichkeiten, Atemwegs- und Lungenkrankheiten vorzubeugen und ein Fortschreiten bestehender Erkrankungen aufzuhalten, informiert werden. Dazu finden in zahlreichen Orten Deutschlands öffentliche Informations- und Fortbildungsveranstaltungen statt. Mehr erfahren Sie unter: www.lungentag.de
Quellen:
- Geldmacher et al.; 2008;133:2609-2614
Pressekontakt:
Boehringer Ingelheim GmbH
Corporate Communications
Sebastian Wachtarz
Tel.: 06132 / 77 - 35 19
Fax: 06132 / 77 - 45 80
E-Mail: presse@boehringer-ingelheim.de
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