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10 Empfehlungen, die das Leben mit COPD leichter machen können

10 Empfehlungen zur Erhaltung Ihrer Lebensqualität

Gehören Sie auch zu denjenigen, die mit vielen guten Vorsätzen ins neue Jahr gestartet sind? Eine wirklich gute Idee, denn gerade bei einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) können Sie selbst eine ganze Menge dazu beitragen, Ihre Lebensqualität zu erhalten oder sogar zu verbessern. Dranbleiben lohnt – als kleine Motivationsstütze haben wir hier noch einmal zehn wichtige Punkte zusammengetragen.

Drüber reden und Hilfe annehmen

1. Familie und Freunde ins Boot holen

Sprechen Sie mit Angehörigen und Freunden über Ihre Erkrankung und halten Sie sie über Ihren aktuellen Gesundheitszustand auf dem Laufenden. Das fördert das Verständnis in Ihrem sozialen Umfeld und macht es leichter, Ihnen die passende Unterstützung anzubieten.

2. Kommunikation mit Gleichgesinnten

Treten Sie in Kontakt mit anderen COPD-Patienten, beispielsweise indem Sie sich einer Selbsthilfegruppe und/oder einer Lungensportgruppe anschließen. Denn zusammen ist man weniger allein, und der Austausch mit anderen Betroffenen tut einfach gut, fördert Sozialkontakte und bietet die Chance auf wertvolle Tipps zum Umgang mit der Diagnose „chronisch obstruktive Lungenerkrankung“. Selbsthilfegruppen in Ihrer Nähe finden Sie bei der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.

3. Im eigenen Rhythmus bleiben

Bei chronischen Erkrankungen, zu denen auch die COPD zählt, gibt es mal gute und mal schlechtere Tage – das gehört dazu. Horchen Sie in sich hinein und orientieren Sie Ihre Aktivitäten an Ihrer jeweiligen Belastungsgrenze. Das gilt sowohl für Über- als auch Unterforderungen. Wenn es Ihnen mal nicht so gut geht oder Sie bestimmte Dinge nicht allein schaffen (z.B. im Haushalt), lassen Sie sich helfen! Andersherum sollten Sie gute Tage für Aktivitäten nutzen.

4. Vorbereitet sein

Plötzliche Krankheitsverschlechterungen (Exazerbationen) können leider jeden COPD-Patienten treffen. Besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt daher eine Art „Notfallplan“, damit Sie in solch einem Fall gut gerüstet sind und wissen, was dann zu tun ist.

Wie Sie eine Exazerbation erkennen, lesen Sie hier.

Aktiv werden und entspannt bleiben

5. In der Ruhe liegt die Kraft

Verschiedene Entspannungstechniken können dazu beitragen, die Beschwerden chronischer Atemwegserkrankungen wie beispielsweise einer COPD zu lindern. Dazu zählen unter anderem Yoga, Autogenes Training und die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson (PMR). Fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse nach, denn in der Regel gibt es kräftige Zuschüsse zu diesen Kursen.

6. Sportlich unterwegs

Forschungsergebnisse zeigen: Regelmäßige Bewegung wirkt sich positiv auf die Lungengesundheit und damit auf eine COPD aus, eine inaktive Schonhaltung hingegen führt eher in eine Abwärtsspirale. Lungensportgruppen bieten eine perfekte Möglichkeit für ein an Ihre Erkrankung angepasstes körperliches Training (Muskelaufbau, Kondition) – falls Sie noch nicht dabei sind, sprechen Sie unbedingt Ihren Arzt darauf an.

Weitere Informationen zum Thema „COPD und Sport“ finden Sie hier.

7. Raus an die frische Luft

Frische Luft tut COPD-Patienten gut. Gehen Sie daher so oft wie möglich vor die Tür – beispielsweise für einen Spaziergang oder einen Einkauf. Schützen Sie Ihre Atemwege im Winter dabei aber vor kalter Luft, indem Sie durch die Nase oder einen Schal atmen.

Gesund leben

8. Prima Klima

Ein gutes Raumklima minimiert das Risiko von Atemwegsinfektionen, die bei Patienten mit einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung mitunter starke Probleme bereiten können. Beste Gegenstrategie: mindestens zweimal täglich mit überall komplett geöffneten Fenstern einige Minuten lang durchlüften, die Wohnung nicht überheizen (21 Grad reichen als Raumtemperatur üblicherweise zum gesunden Wohlfühlen) und für eine relative Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent sorgen.

9. Rauchfrei unterwegs

Falls Sie es noch nicht getan haben: Verabschieden Sie sich vom blauen Dunst! Rauchen gilt schließlich als Hauptursache für eine COPD und verschlechtert bei einer bereits gestellten Diagnose den Krankheitsverlauf. Auch Passivrauchen schadet Ihren angegriffenen Atemwegen – schicken Sie qualmende Besucher daher konsequent vor die Tür und meiden Sie Aufenthalte in Umgebungen mit Rauchern.

Weitere Informationen zum Thema „Nichtraucher werden“ finden Sie hier.

10. Richtig genießen

Auch eine gesunde, ausgewogene und nährstoffreiche Ernährung wirkt sich positiv auf eine COPD aus. Wer zu viele Pfunde auf die Waage bringt, sollte abspecken – aber bitte nicht im Hauruck-Verfahren, sondern in Absprache mit dem behandelnden Arzt und/oder im Rahmen einer zertifizierten Ernährungsberatung. Denn Übergewicht erschwert die Atmung und die für COPD-Patienten so wichtige Bewegungsfreude und körperliche Leistungsfähigkeit. Oftmals ist bei COPD-Patienten aber auch ein ungewollter Verlust an Gewicht und Muskelmasse ein Thema. Auch hier gilt: Unbedingt professionelle Unterstützung suchen und nicht auf eigene Faust mit Diäten und Ernährungskonzepten experimentieren!

Weitere Informationen zum Thema „Ernährung bei COPD“ finden Sie hier.