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COPD – achten Sie auf Ihre Abwehrkräfte

COPD-Patienten sind aufgrund ihrer Erkrankung anfälliger für Infekte der Atemwege. Die wichtigsten Krankheitserreger sind Viren und Bakterien. Für COPD-Patienten ist es wichtig, darauf zu achten, ihr Immunsystem zu stärken und Infekten der Atemwege vorzubeugen, denn besonders Atemwegserkrankungen können den COPD-Patienten stark treffen. Denn akute Atemwegsinfektionen können Exazerbationen / akute Verschlechterungen der Lungenerkrankung auslösen, von der sich die Patienten eventuell nicht vollständig erholen.

Erkältungskrankheiten und die Grippe werden häufig durch Tröpfcheninfektion übertragen. Dies geschieht etwa beim Niesen oder Husten. Durch einen einfachen Händedruck kann anschließend der Erreger verbreitet werden. Besonders COPD-Patienten, auf die schon eine Atemwegsinfektion eine große Auswirkung haben kann, sollten gut auf sich und ihre Abwehrkräfte achten. Seien Sie als COPD-Patient in der Erkältungszeit besonders aufmerksam und versuchen Sie sich vor diesen Erregern zu schützen. Es kann Ihnen helfen, wenn Sie sich gründlich die Hände waschen oder desinfizieren. Versuchen Sie die Nähe zu erkrankten Personen und Menschenmengen zu vermeiden. Wie wäre es statt mit einem Spaziergang in der Fußgängerzone mit einem Spaziergang durch den Park? Bewegung und frische Luft können Ihre Abwehrkräfte aktivieren.

Eine blonde, lachende Frau hält drei Orangen in der Hand

Bei der Ernährung können Sie Ihren Körper unterstützen, indem Sie genügend Vitamine zu sich zu nehmen. Der Vitaminbedarf kann mit reichlich frischem Obst und Gemüse gedeckt werden. Walnüsse, Walnuss-, Raps- oder Leinöl haben durch die enthaltenen Omega 3-Fettsäuren eine positive Wirkung auf das Immunsystem und beugen zusätzlich noch Entzündungen vor. Auch Zink ist wichtig für COPD-Patienten. Dies können Sie durch ausreichend Milchprodukte zu sich nehmen. Achten Sie bitte auch darauf genügend zu trinken, denn dies ist wichtig für Ihr Immunsystem und erleichtert Ihnen außerdem das Abhusten.

Der Konsum von Alkohol und Nikotin kann sich negativ auf Ihr Immunsystem auswirken. Zigarettenrauch schwächt die Aktivität des Immunsystems. Ein Eiweißkomplex im Immunsystem (das sogenannte Immunoproteasom) zerlegt Viren in kleine unschädliche Bestandteile. Zigarettenrauch verschlechtert die bei COPD-Patienten ohnehin schon geringere Aktivität dieses Eiweißkomplexes. Tun Sie sich und Ihrem Immunsystem etwas Gutes und hören Sie auf zu rauchen. Es hilft Ihnen auch, wenn Sie verrauchte Räume meiden.

Regelmäßige körperliche Aktivität kurbelt das Immunsystem an. Auch Saunagänge, Kneipp-Anwendungen oder Wechselduschen haben einen positiven Effekt auf das Immunsystem. Heizungsluft hingegen kann Ihre Schleimhäute austrocknen. Achten Sie daher darauf, regelmäßig zu lüften und stellen ggf. auch einen Luftbefeuchter auf. Eine regelmäßige Inhalation mit Sole unterstützt die Selbstreinigung der Atemwege. Vermeiden Sie Stress und achten Sie darauf, dass Sie genügend Schlaf bekommen. Lassen Sie es ruhig angehen und gönnen Sie sich Auszeiten.

Stärkt die Abwehrkräfte Schwächt die Abwehrkräfte
Frische Luft Rauchige Luft und Zigarettenrauch
Vitamine (Obst und Gemüse) Alkoholkonsum
Omega-3-Fettsäuren (Walnüsse, Raps-und Leinöl) Stress
Zink Heizungsluft
Genügend Wasser, Schorle oder Tee trinken  
Körperliche Aktivität  
Sauna, Kneipp-Anwendungen, Wechselduschen, Sole-Inhalation