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COPD: Eine Erkrankung der tiefen Atemwege

Bei der COPD sind die tiefen Atemwege – die Bronchien und Bronchiolen – betroffen. In diesem Bereich der Lunge kommt es bei dieser Erkrankung zu einer anhaltenden Entzündung. Die Folge ist, dass der Atemluftstrom schwächer wird und dass der Patient Atemnot bekommen kann. Wie kann man Schädigungen der tiefen Atemwege vorbeugen und wie kann man diese Erkrankung behandeln?

COPD: Krankheitsbeginn in den tiefen Atemwegen durch Luftschadstoffe

Forscher gehen heute davon aus, dass es im Rahmen einer frühen COPD-Phase in den tiefen Atemwegen zu Lungenschäden kommt, noch bevor Atembeschränkungen und andere Symptome bemerkt werden. Frühe Symptome der COPD sind oft Husten mit Auswurf und Atemnot bei Anstrengung.

COPD-Therapie am „Ort des Geschehens“

Um der Atemnot entgegenzuwirken, wurden Medikamente entwickelt, die die Bronchien erweitern können. Diese Medikamente werden inhaliert, also über die Atemluft aufgenommen. Damit die Medikamente bis in die tiefen Atemwege gelangen können, hat man Inhalatoren entwickelt, die dafür sorgen, dass langanhaltende Sprühwolken mit hohem Feinpartikelanteil inhaliert werden. Auf diese Weise können die tiefen Atemwege erreicht werden. Dadurch kann die Therapie also am „Ort des Geschehens“, in den tiefen Atemwegen ansetzen.

Dabei kommt der korrekten Anwendung des Inhalators eine hohe Bedeutung zu. Wie Sie richtig inhalieren, können Sie in einer Patientenschulung erlernen oder fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Es empfiehlt sich, dem Arzt zu zeigen, wie Sie den Inhalator benutzen.

Warum können die tiefen Atemwege bei Rauchern geschädigt werden?

In den tiefen Atemwegen ist die Atemluftgeschwindigkeit verringert. Dadurch sind diese Lungenbereiche stärker Fremdstoffen aus der Atemluft ausgesetzt. Solche Fremdstoffe können die schädlichen Bestandteile von Zigarettenrauch, aber auch andere Luftverschmutzungen sein.

Feste Fremdstoffe, z. B. Feinstaubpartikel aus dem Rauch von Zigaretten, verteilen sich zudem langsamer als Gase, was den Kontakt dieser Fremdstoffe mit der Lunge außerdem verlängert.

Raucherhusten sollte daher nicht ignoriert werden. Der Rauchstopp wird zum Schutz der Lunge dringend empfohlen. Treten bei Ihnen die Anzeichen einer COPD (Auswurf, Dauerhusten, Atemnot) auf, sollten Sie sich zeitnah ärztlich untersuchen lassen.

Fazit:

Es wird angenommen, dass die COPD eine Erkrankung der tiefen Atemwege ist. Zigarettenrauch und andere Luftschadstoffe können die tiefen Atemwege schädigen. Dadurch verengen sich die Atemwege. Neue Medikamente können mithilfe geeigneter Inhalatoren über die Atemluft zu den tiefen Atemwegen gelangen und die Atemwege erweitern.