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COPD-Exazerbation – Nachsorge ist Vorsorge

Es gar nicht erst so weit kommen lassen

Exazerbationen sollten Sie nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn sie verschlechtern die Lungenfunktion bei COPD-Patienten weiter und damit auch die Lebensqualität. In schweren Fällen können Exazerbationen einen lebensbedrohlichen Verlauf nehmen. Halten Sie sich daher unbedingt genau an die Behandlungsanweisungen Ihres Arztes. Was Sie selbst sonst noch zum Schutz beitragen können, erfahren Sie hier.

Im Podcast „Exazerbation“ berichten die Patientin Monika und der Pneumologe Dr. Voss-Dirks über den Verlauf, die Häufigkeit und die Einschränkungen durch die Exazerbation. Es wird darauf eingegangen, wie die Exazerbation erkannt wird und wie sie zu behandeln ist. Ein wichtiger Punkt sind hier auch die vorbeugenden Maßnahmen zur Verhinderung von Exazerbationen.

Podcast: Exazerbation





So können Sie einer akuten Verschlechterung bestmöglich vorbeugen:

Nachsorge ist Vorsorge – nehmen Sie Exazerbationen ernst und suchen Sie Ihren Arzt auf.
  • Schutzimpfungen gegen Grippe (jährlich) und Pneumokokken (alle drei bis fünf Jahre). Denn Exazerbationen der COPD treten vor allem im Herbst und Winter auf und werden meist durch Atemwegsinfektionen ausgelöst.
  • Inhalieren Sie regelmäßig die Medikamente, die Ihnen Ihr Arzt verordnet hat.
  • Vermeiden Sie Qualm und Rauch. Tabakrauch reizt die Lunge und kann Verschlechterungsschübe verursachen. Um Komplikationen vorzubeugen, sollten Sie auch Passivrauch sowie anderen Reizstoffen (u. a. Rauch, Staub) aus dem Weg gehen.
  • Nehmen Sie an Patientenschulungen teil. Denn hierbei lernen Sie, akute Verschlechterungen frühzeitig zu erkennen und können ein angemessenes Verhalten im Notfall üben.
  • Machen Sie Lungensport und nehmen Sie an einer Atemtherapie teil. Dies gilt für Patienten aller COPD-Stadien. Körperliche Aktivität steigert nicht nur Belastbarkeit und Lebensqualität, sondern verringert auch die Rate von Verschlechterungen der COPD. Das heißt, auch bei fortgeschrittener Krankheit ist es sinnvoll, regelmäßig zu trainieren.
  • Achten Sie auf ein normales Körpergewicht. Übergewicht belastet den Körper und kann die Atemnot noch verstärken. Untergewicht erhöht dagegen oft die Anfälligkeit für Infektionen und verlangsamt den Gesundungsprozess.

Aus Angst vor möglichen Atemwegsinfektionen sollten Sie aber nicht Ihr soziales Leben aufgeben. Wichtig ist, die richtige Balance zu finden. Achten Sie auf die Signale, die Ihr Körper sendet. Wenn Sie eher müde und schlapp sind, bleiben Sie lieber Zuhause. Andererseits sollten Sie trotz der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung immer rausgehen und Menschen treffen, wenn Ihnen danach ist.

Weniger Luft durch Atemwegsinfektionen und Luftschadstoffe

Atemwegsinfektionen durch Viren und Bakterien gelten als Hauptursache für Exazerbationen, deshalb treten diese in der nasskalten Jahreszeit gehäuft auf. Aber auch Luftschadstoffe (z. B. Zigarettenrauch, Abgase, Qualm) kommen als Auslöser in Frage. In rund 30 % der Fälle bleibt die Ursache allerdings unerkannt.