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COPD – Haben Sie Spaß beim Sport!

Kraft- und Ausdauersport macht Spaß auch mit COPD!

Der deutsche Radrennfahrer Gustav-Adolf Schur sagte einmal: "Der Mensch bewegt sich nicht weniger, weil er alt wird. Er wird alt, weil er sich weniger bewegt. Also beweg' dich!". Ähnlich verhält es sich mit der Leistung der Lunge eines COPD-Patienten. Die Leistung der Lunge nimmt schneller ab, da sich COPD-Patienten durch ihre Erkrankung weniger bewegen. Je mehr er sich durch seine Erkrankung aber schont, desto schneller nimmt die Leistungsfähigkeit der Lunge auch ab. Dies muss aber nicht sein! Auch COPD-Patienten können sportlich aktiv sein und Spaß beim Sport haben.

Gute Gründe für Sport bei COPD:

  • Sport verbessert die Lungenfunktion.
  • Sport erhält die Muskulatur und körperliche Belastbarkeit.
  • Lungensport und Atemübungen trainieren die Atemmuskulatur und erhöhen das Lungenvolumen.
  • Das Herz-Kreislauf-System wird gestärkt.
  • Bewegung ist ein Bestandteil der nicht-medikamentösen Therapie.
  • Sport verbessert die Lebensqualität.

Je nach Lungenkapazität und Stadium der COPD können COPD-Patienten aus einer breiten Palette von Sportarten auswählen, was ihnen am meisten Spaß macht. COPD-Patienten sollten Rücksprache mit ihrem Arzt halten. Der Arzt kann sagen, ob eine Sportart geeignet ist oder ob die Lunge zu stark beansprucht wird.

Bei weiter abnehmender Lungenkapazität kann die Sportart weiter angepasst werden. Hier kommen dann die Sportarten in Frage, bei denen der Sauerstoffverbrauch kontrollierbar ist und keine großen Schwankungen hat.

COPD – Sportarten die auch bei fortgeschrittener COPD geeignete sein können:

  • Angeln
  • Bogenschießen
  • Bosseln
  • Bowling
  • Croquet
  • Dart
  • Eisstockschießen / Curling
  • Flossenschwimmen
  • Geocaching
  • Gymnastik
  • Inlineskating
  • Kanusport
  • Kegeln
  • Kubb
  • Laufen
  • Mölkky
  • Nordic Walking
  • Pilates
  • Radfahren
  • Reiten
  • Rudern
  • Schießsport
  • Schwimmen
  • Segeln
  • Tanzen
  • Thai Chi
  • Tischfußball
  • Tischtennis
  • Wandern
  • Wassergymnastik
  • Yoga

Sprechen Sie Ihren Arzt auf die Möglichkeit an, an einem Lungensporttraining teilzunehmen. Sie werden sehen, es macht Spaß sich mit Gleichgesinnten sportlich zu betätigen.

Ungeeignete Sportarten bei COPD

Die Wahl der Sportart ist von dem Stadium der COPD abhängig und muss im Einzelfall betrachtet werden. Generell ist jedoch zu bedenken, dass beispielweise Sportarten, bei denen die Luft aufgrund von Höhenunterschieden knapp werden kann, eher ungeeignet sind (z. B. Tauchen oder Bergwandern). Auch Sportarten, bei denen man sehr viel laufen muss, sind eher ungeeignet. Ob eine Sportart geeignet ist, kann ein Arzt erkennen.

Angst vor Atemnot beim Sport? So schützen Sie sich:

  • Zu Beginn jeder Sporteinheit sollten Sie Wert auf das Aufwärmen legen. Steigern Sie langsam die Belastung, um Ihren Körper auf das Training vorzubereiten.
  • Achten Sie beim Sport auf Ihre Atmung und trainieren Sie diese. Eine zusätzliche Atemtherapie kann Sie dabei unterstützen.
  • Anstrengungen sollten Sie langsam steigern. Dies gilt besonders, wenn Sie mit dem Sport gerade erst anfangen oder eine längere Zeit pausiert haben. Achten Sie drauf, die Anstrengung langsam zu steigern und sich nicht zu überanstrengen.
  • Es ist wichtig, dass Sie beim Sport immer Ihr Notfallmedikament dabeihaben.
  • Schützen Sie sich vor extremen Temperaturen. Achten Sie im Winter auf die richtige Kleidung oder Trainingseinheiten in geeigneten Räumlichkeiten. Im Sommer sollten Sie Ihr Training lieber auf den Morgen verlegen, statt sich der Hitze am Nachmittag auszusetzen.
  • Die kranke Lunge kann durch die Schadstoffe in Städten empfindlich sein. Machen Sie daher lieber Sport in der Natur, dort ist die Feinstaubbelastung geringer.

Generell steht fest, dass körperliches Training und Bewegung Patienten mit der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung guttut. Beim Sport mit COPD gilt, dass Patienten von einer Mischung aus Ausdauer- und Muskeltraining profitieren und so die Lebensqualität steigern.