Sie sind hier

Sie sind hier

COPD – Warum fällt das Atmen so schwer?

Neben Auswurf und Husten ist Atemnot ein typisches Merkmal von COPD. Dabei bekommen COPD-Patienten nicht nur bei körperlicher Belastung schlechter Luft. Für das Atmen müssen sie oftmals auch deutlich mehr Energie aufwenden als lungengesunde Personen. Das hängt mit den Ursachen der Erkrankung und der Funktionsweise der menschlichen Atmung zusammen.

Arzt hört Lunge eines COPD-Patienten ab und prüft die Atmung.

COPD-Patienten kennen das Problem nur zu gut: bereits nach wenigen Stufen auf der Treppe bleibt die Luft weg und Atemnot setzt ein. Doch vielen COPD-Patienten fällt das Atmen bereits schwer, wenn sie nur ein paar Schritte gehen. Wie kommt das?

Die überblähte Lunge als Ursache

Bei der COPD sind bestimmte Abschnitte der unteren Atemwege, die so genannten Bronchien und Bronchiolen, verengt. Diese Tatsache findet sich auch in der Bezeichnung der Erkrankung wieder: „COPD“ steht für chronisch obstruktive Lungenerkrankung, wobei „obstruktiv“ ebendiese Verengungen beschreibt. Als Folge der Verengung von Bronchien und Bronchiolen kann die eingeatmete Luft nur schlecht wieder aus der Lunge entweichen. Ein vollständiges Ausatmen ist oftmals nicht mehr möglich. Es kommt zu einem Luftstau und damit zu einem Überblähen der Lunge. Die überblähte Lunge behindert das Zwerchfell und die Atemhilfsmuskulatur während des Atemvorgangs. Beim Ausatmen muss daher viel Kraft aufgewendet werden, was als „anstrengend“ empfunden wird: Während eine lungengesunde Person für den Atemvorgang nur wenig Muskelkraft benötigt, muss ein COPD-Patient mit einer überblähten Lunge deutlich mehr Muskelkraft aufwenden.

Was Sie als Patient tun können

Da COPD-Patienten mit einer überblähten Lunge mehr Kraft für die Atmung aufwenden müssen, benötigen sie auch mehr Energie. Daher ist es für sehr dünne COPD-Patienten von besonderer Bedeutung ausreichend Kalorien zuzuführen. Die Einnahme größerer Mahlzeiten kann für Sie jedoch dadurch erschwert werden, dass das Zwerchfell infolge der überblähten Lunge auf den Magen drückt. Um dennoch einem größeren Gewichtsverlust entgegenzuwirken, können Sie viele kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt zu sich nehmen. Diese dürfen – nach Rücksprache mit ihrem Arzt – auch gerne fettreicher sein, da Fett mehr Kalorien enthält als beispielsweise Kohlenhydrate oder Eiweiß.

Versuchen Sie darüber hinaus aktiv zu bleiben und Ihren täglichen Bewegungsradius nicht einzuschränken.