Sie sind hier

Sie sind hier

COPD: Warum Therapietreue für Sie wichtig ist!

Wie gut es Ihnen mit der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) geht, hängt maßgeblich davon ab, wie konsequent Sie die mit dem Arzt vereinbarte Therapie einhalten. Die Therapietreue, auch Compliance genannt, ist wesentlich für den Behandlungserfolg.

COPD ist eine chronische Erkrankung. Die Beschwerden können mit der Zeit zunehmen. Um Lebensqualität, Leistungsfähigkeit und Lungenfunktion bestmöglich zu erhalten, muss lebenslang behandelt werden, und zwar nicht nur mit Medikamenten. Tagesablauf und alltägliche Aktivitäten müssen der Krankheit angepasst werden. Das fällt mitunter schwer. Aber es zahlt sich aus.

Wissen, Akzeptanz und Disziplin - die Grundpfeiler der Therapietreue

Egal ob Sie gerade erst erfahren haben, dass Sie an einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung leiden, oder bereits mehrere Jahre damit leben: Werden Sie Experte in eigener Sache. Je mehr Sie über die Krankheit wissen, desto besser. Wenn Sie verstehen, woher Ihre Beschwerden kommen, können Sie besser damit umgehen. Das gilt natürlich auch für die Behandlung. Zu wissen, was die verordneten Medikamente und Maßnahmen bewirken, hilft dabei, das Behandlungskonzept zu akzeptieren und umzusetzen.

Die Symptome im Blick behalten

Messen Sie regelmäßig Ihren Atemfluss mittels Peak-Flow-Meter und tragen Sie die Werte in das COPD-Tagebuch ein. Schreiben Sie zusätzlich auch Ihre Symptome und Beschwerden dazu sowie die eingenommenen Medikamente. Diese Aufzeichnungen sind nicht nur eine gute Grundlage für das Arztgespräch. Sie helfen Ihnen auch dabei einzuschätzen, welche Einflüsse die Symptome verschlimmern und was Ihnen guttut.

Entscheiden Sie mit über die passende Therapie

Behandlungserfolg durch Therapietreue

Ein vertrauensvolles Verhältnis zu Ihrem Arzt ist das A und O, wenn es um das optimale Management Ihrer Krankheit geht. Ihr Arzt ist zwar der Experte für die Behandlung, aber die Wahl der passenden Therapie können Sie nur gemeinsam treffen. Denn die beste Therapie nützt nichts, wenn sie nicht angewendet wird. Scheuen Sie sich also nicht davor, Ihrem Arzt zu sagen, wenn Sie mit bestimmten Medikamenten nicht klarkommen, Angst vor Nebenwirkungen haben oder zum Beispiel unsicher sind, ob Sie Ihren Inhalator richtig anwenden. Er sollte auf Ihre Ängste und Fragen eingehen und versuchen, die Therapie nach Ihren Bedürfnissen auszurichten. Beteiligen Sie sich aktiv an der Planung der Therapie, indem Sie Ihrem Arzt mitteilen, was gut funktioniert und womit Sie Probleme haben.

Tipp: Gehen Sie gut vorbereitet ins Arztgespräch. Schreiben Sie auf, womit Sie Probleme haben, welche Nebenwirkungen Sie befürchten oder was Sie ängstigt.

Bessere Lebensqualität dank COPD-Patientenschulung

Diese Chance sollten Sie sich nicht entgehen lassen: Nehmen Sie an einem speziell für COPD-Patienten entwickelten Schulungsprogramm teil. Hier lernen Sie, Ihre Krankheit selbstständig zu managen. Geschult wird unter anderem die richtige Inhalationstechnik, das richtige Verhalten in Krisensituationen, Wirkungen und Nebenwirkungen der wichtigsten Medikamente sowie Atemtechniken und Selbsthilfemaßnahmen. Dieses Wissen hilft Ihnen dabei, die Behandlung in den Alltag zu integrieren, und das erhöht erwiesenermaßen den Behandlungserfolg. Studien zeigen: Geschulte Patienten müssen seltener ins Krankenhaus, haben eine höhere Lebensqualität und verlieren insbesondere die Angst vor einer akuten Verschlechterung. Wo Sie ein solches Schulungsangebot erhalten, wissen Ihr Arzt oder Ihre Krankenkasse.

Richtig inhalieren - der Schlüssel zum Therapieerfolg

Wesentlicher Baustein der COPD-Therapie ist die Behandlung mit atemwegserweiternden Medikamenten, den sogenannten Bronchodilatatoren. Diese werden in der Regel inhaliert, also eingeatmet. Damit der Wirkstoff richtig in der Lunge ankommt, müssen Sie die Technik der Inhalation gut erlernen und beherrschen. Es gibt verschiedene Inhalationsgeräte. Falls Sie mit dem verordneten Gerät nicht zurechtkommen, fragen Sie nach einer Alternative. Mehr über das richtige Inhalieren, erfahren Sie hier.

Fazit
Therapietreue ist wichtig für den Behandlungserfolg. Verbesserungen der Therapietreue können durch Wissen über die Krankheit, die Therapie und die Medikamente, wie es z. B. in Patientenschulungen erworben werden kann, erreicht werden. Außerdem ist ein gutes Verhältnis zum Arzt für die Entwicklung der Therapietreue vorteilhaft.