Sie sind hier

Sie sind hier

COPD – Was tun im Notfall?

Diese Tipps können im Ernstfall helfen

Im Notfall stehen COPD-Patienten den Problemen keinesfalls hilflos gegenüber. Der Notfall lässt sich organisieren und es ist sehr sinnvoll, bereits frühzeitig einige wichtige Vorbereitungen zu treffen. Durch diese Planungen verschaffen Sie sich die Sicherheit, im Ernstfall Routine zu haben.

Lesen Sie hier, was Sie bereits jetzt für den Notfall planen und vorbereiten können. Grundsätzlich sollten Sie den Notfallplan mit Ihrem Arzt vereinbaren, die Notfall-Medikamente vorrätig haben und regelmäßig deren Verfallsdatum überprüfen.

Im Notfall gehen Sie strukturiert anhand einer festen Abfolge vor:

  1. Ruhe bewahren

    Es ist wichtig, im Notfall Ruhe zu bewahren. Atmen Sie tief ein und versuchen Sie, frische Luft zu bekommen.

  2. Notfallmedikamente wie vom Arzt verordnet einnehmen

    Um auf die Atemnot schnell reagieren zu können, halten Sie ein kurzwirksames bronchialerweiterndes Medikament und die Inhalierhilfe bereit und inhalieren Sie das Medikament entsprechend den ärztlichen Vorgaben.

  3. Atmungserleichternde Körperhaltung

    Nehmen Sie eine atementlastende bzw. -unterstützende Sitzposition ein, z. B. den sogenannten Kutschersitz oder die Torwartstellung. Lassen Sie sich die richtige Körperhaltung im Vorfeld von einem Arzt oder Physiotherapeuten erklären und zeigen.

  4. Atemtechniken

    Im Rahmen einer Patientenschulung können Sie von Fachpersonal lernen, wie Ihnen Atemtechniken wie die Lippenbremse helfen können. So sind Sie darauf vorbereitet, diese Techniken im Notfall anzuwenden. 

  5. Hilfe verständigen

    Wenn trotz dieser Maßnahmen keine Besserung eintritt, sollten Sie bald einen Arzt aufsuchen oder den Notarzt rufen.

    Für den Fall, dass Sie Ersthelfer oder Sanitäter benötigen, sollte der Notfallplan die folgenden Informationen enthalten und bereitgehalten werden:

    a) Name und Telefonnummer des Hausarztes
    b) Name und Anwendung des Notfallmedikamentes
    c) Informationen über Atemtechniken und erleichternde Körperhaltungen

    Organisieren Sie einen Hausnotruf: Mit einem Sender, den Sie direkt am Körper tragen, können Sie dann per Knopfdruck den Rettungsdienst kontaktieren.

    Bereiten Sie auch Ihre Patientenverfügung vor, in der therapeutische Richtlinien festgelegt werden. Diese Patientenverfügung ist für den Arzt bindend, falls man sich durch den Notfall nicht mehr selbst erklären kann.

  6. Vorbereitung und Bereithaltung eines Notfallsets:

    Stellen Sie sich ein Notfallset zusammen, das Sie gut sichtbar mit sich führen. Das Notfallset sollte die Medikamente, die Inhalierhilfe, den Notfallplan und die Patientenverfügung enthalten.

    Diese Vorbereitungen werden wichtige Hilfen für den Ernstfall sein. Halten Sie den Notfallplan und das Notfallset immer bereit. Weihen Sie auch Ihre Angehörigen in den Notfallplan und das Notfallset ein. Dadurch vermeiden Sie die Hilflosigkeit bei Atemnot und erarbeiten sich und Ihren Angehörigen mehr Sicherheit für den Fall, dass Sie akut in Not sind.