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Dauermedikation bei COPD

Die Abnahme der Lungenfunktion verläuft in den frühen Stadien der COPD am schnellsten. Aus diesem Grund ist es wichtig, die COPD-Erkrankung frühzeitig zu erkennen und eine entsprechende Behandlung zu beginnen. Wann ist also der geeignete Zeitpunkt für den Start einer Therapie? Und was bedeutet das für Sie?

Frühzeitige Therapie – wann ist der richtige Zeitpunkt?

Dauermedikation bei COPD

Eine Erkrankung mit COPD frühzeitig diagnostizieren zu können ist von Bedeutung, da bereits in sehr frühen COPD-Stadien, oft auch unbemerkt, in den tiefen Atemwegen das Lungengewebe zerstört wird. Daher ist es wichtig, frühzeitig mit einer entsprechenden Behandlung zu beginnen, damit der Krankheitsverlauf möglichst positiv beeinflusst werden kann. Es gibt jedoch Betroffene, die anfangs keine oder nur geringe Symptome zeigen. Dies kann eine Diagnose erschweren.

Als Basismedikation empfehlen die Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e. V. und der Deutschen Atemwegsliga e. V. sogenannte Bronchodilatatoren. Diese Medikamente führen zu einer Entspannung der Atemwegsmuskulatur und damit zu einer Erweiterung der Bronchien. Man unterscheidet hierbei kurz- und langwirksame Bronchodilatatoren. Bronchodilatatoren können entweder nur bei Bedarf (kurzwirksame Bronchodilatatoren bei akuter Atemnot) oder regelmäßig eingesetzt werden. Bei regelmäßiger Anwendung, also einer Dauertherapie, werden häufig die langwirksamen gegenüber den kurzwirksamen Bronchodilatatoren vorgezogen. Über die Art der Therapie entscheidet Ihr*e Ärzt*in. Wichtige Kriterien sind dabei u. a. Ihre individuelle derzeitige Symptomatik, das Ansprechen auf die Medikamente und vorhandene Begleiterkrankungen. Bei der Auswahl der geeigneten Medikation kann sich Ihr*e Ärzt*in an den Leitlinien orientieren, um für Sie eine adäquate Behandlung zusammenzustellen. Ziel der Behandlung ist die Vorbeugung und Linderung von Symptomen.

Eine dauerhafte medizinische Betreuung ist wichtig

COPD bedarf als chronische Erkrankung einer dauerhaften medizinischen Betreuung. Um jederzeit gut medikamentös eingestellt zu sein, sind regelmäßige ärztliche Kontrollen wichtig. Gemeinsam kann bei solchen Untersuchungen erwogen werden, ob eine Anpassung der Medikation erforderlich ist. Zudem können Probleme bei der Anwendung der Arzneien besprochen werden. Manchmal kann ein Wechsel der Darreichungsform dabei helfen, die Probleme zu beseitigen.

Bei wenigen Symptomen wird die Therapie häufig mit einem Bronchodilatator begonnen. Treten vermehrt Beschwerden, wie z. B. häufige Atemnot, auf, können zwei langwirksame Bronchodilatatoren miteinander kombiniert werden, deren Wirkungsweisen sich ergänzen. Eine geläufige Anwendungsform dieser Medikamente ist die Inhalation.  

Was können Sie tun?

Grundsätzlich gilt immer: Um die Ausprägung der Symptome einer COPD bestmöglich zu regulieren, ist eine Minimierung der Risikofaktoren erforderlich. Hierzu zählt auch, dass Sie, wenn Sie rauchen, Ihren Nikotinkonsum nach Möglichkeit reduzieren, am besten sogar ganz einstellen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die körperliche Aktivität. Finden Sie heraus, womit Sie sich motivieren können, sich häufiger zu bewegen! Als Betroffene*r sind Sie auf Ihre Muskulatur und insbesondere auf die Atemhilfsmuskulatur angewiesen. Je weniger Sie sich körperlich betätigen, desto schneller bauen Sie die notwendige Muskulatur ab und verringern damit Ihre körperliche Belastbarkeit. Gleichzeitig reduziert sich die Lungenfunktion, und der Gesundheitszustand sowie die Lebensqualität können sich verschlechtern.

Je einfacher die Therapie, desto leichter fällt die Einhaltung

Für die dauerhafte Therapie der COPD ist eine Erleichterung der Einnahme der Medikamente von großem Vorteil. In den Fällen, wo eine duale Kombinationstherapie mit zwei Medikamenten notwendig ist, kann beispielsweise die Anwendung mit nur einem einzigen Inhalator die Behandlung erleichtern. Voraussetzung für eine gute Wirksamkeit solcher Medikamente ist allerdings die korrekte Inhalationstechnik. Dafür werden Sie von Ihrem*r Ärzt*in in der Anwendung geschult, und die Inhalationstechnik wird bei Bedarf auch im Verlauf der Behandlung wiederholt besprochen. Sollten Sie mit Ihrem Inhalator nicht zurechtkommen, scheuen Sie sich nicht, dies anzusprechen und nach alternativen Inhalationssystemen oder dem Einsatz von Inhalationshilfen zu fragen. Auch Ihr*e Apotheker*in kann Ihnen hierbei behilflich sein.

Fazit

Bronchodilatatoren werden häufig als Dauermedikation zur Behandlung einer COPD eingesetzt. Sie können dabei helfen, Symptome zu lindern und vorzubeugen. Regelmäßige ärztliche Kontrollen sind wichtig, damit Sie medikamentös gut eingestellt sind.

2021/03