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Eine auf Lungenkranke zugeschnittene Reha kann helfen

Wenn trotz ambulanter ärztlicher Behandlung alltagsrelevante Krankheitsfolgen verbleiben, die ein normales berufliches oder privates Leben behindern, ist eine speziell für COPD-Kranke zugeschnittene Rehabilitation angebracht. Dass diese tatsächlich helfen kann, ist wissenschaftlich erwiesen.

Studien haben gezeigt, dass eine Rehabilitation bei COPD-Patienten

  • Lebensqualität und Allgemeinempfinden verbessert
  • Atemnot, Husten und Auswurf verringert
  • körperliche Leistungsfähigkeit steigert
  • krankheitsbegleitende Angst und Depressivität reduziert

Stabilerer Gesundheitszustand

Nach einer Reha müssen COPD-Betroffene mit häufigen Atemnot-Anfällen in den ersten Jahren danach seltener ins Krankenhaus. Eine Rehabilitation kann Ihre Belastungsfähigkeit steigern. Dadurch wird es für Sie wieder möglich, längere Strecken zu gehen, ohne dass Sie in Atemnot geraten.

Wichtige Therapiebausteine der Rehabilitation sind:

  • fachärztliche Überprüfung und gegebenenfalls Optimierung der medikamentösen Therapie
  • umfassende Patientenschulung
  • spezialisierte Trainings- und Sporttherapie (auch bei fortgeschrittener COPD)
  • spezialisierte Atemphysiotherapie und Krankengymnastik
  • Inhalationstherapie
  • Ergotherapie inklusive Hilfsmittelberatung und Gelenkschutz
  • psychologische Hilfen
  • Entspannungsverfahren
  • Sozial- und Berufsberatung
  • Ernährungsberatung
  • Tabakentwöhnung

Wie wirkt sich ein Reha-Aufenthalt aus?

Reha-Sport

COPD ist nicht heilbar, doch lässt die Krankheit durch Bewegung, Sport, gesunde Ernährung und vor allem durch Rauchstopp positiv beeinflussen. Einige Wochen in einer Reha-Klinik können Ihnen helfen, sich mit einem rauchfreien Leben, einem regelmäßigen Bewegungsprogramm und einer Ernährungsumstellung einzurichten. Wenn der Alltag nicht ablenkt, fällt es erfahrungsgemäß leichter, sich mit dem eigenen Gesundheitszustand auseinanderzusetzen und zum Beispiel Entspannungs- oder Atemtechniken einzuüben.

Rehabilitation kann zu einer deutlichen Verbesserung des COPD-Verlaufes führen, egal ob Sie gleichbleibende COPD-Beschwerden haben oder unter häufigen Atemnot-Anfällen leiden. Zögern Sie nicht, einen Antrag auf Rehabilitation bei Ihrer Krankenkasse oder Sozialversicherung zu stellen. Dazu raten die Lungenärzte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP). Bei der Wahl der Klinik sollten Sie darauf achten, dass die Klinik auf Lungenkrankheiten spezialisiert ist und über entsprechende Fachärzte verfügt. Ihr Arzt kann Sie bei der Wahl der Klinik beraten.

Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn Ihr Antrag abgelehnt wird. Legen Sie Widerspruch ein.

Hilfe zur Selbsthilfe

Durch einen Reha-Aufenthalt kann eine chronische Erkrankung nicht geheilt werden. Sie kann aber dazu beitragen, durch das erlernte Verhalten, besser im Alltag und Berufsleben mit der Erkrankung umzugehen. Sie ist quasi Hilfe zur Selbsthilfe.

Wichtig ist, dass Sie auch nach der Reha die erlernten Techniken und Übungen selbstständig fortführen. Das fällt vielen in der Gruppe leichter. Suchen Sie nach speziellen Programmen für COPD-Patienten in Ihrer Nähe. Viele Krankenkassen bieten entsprechende Kurse an.