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Exazerbation? Der „Infarkt“ des COPD-Patienten!

Bei einer COPD kann sich Ihre Lungenfunktion plötzlich und für kurze Zeit drastisch verschlechtern. Die Beschwerden werden dann abrupt schlimmer. Solche Krankheitsschübe nennt man in der Fachsprache „Exazerbationen“. Auf einmal nimmt die Atemnot merklich zu. Man fühlt sich dann für mehrere Tage krank und leistungsschwach. Solche akuten Krisen können immer wieder im Verlauf einer COPD auftreten.

Exazerbation – Ignorieren Sie nicht die akute Verschlechterung

Exazerbationen sind ernst zu nehmende Ereignisse, die von vielen COPD-Patienten als bedrohlich erlebt werden. Bei schweren Formen kann es sein, dass Sie ins Krankenhaus müssen. Die Gründe für Exazerbationen sind oft Erkältungen oder andere Infekte der Atemwege.

Eine Exazerbation? - Was ist das eigentlich?

Exazerbationen werden oft durch die klassischen Erkältungssymptome überlagert und daher häufig nicht erkannt. In vielen Fällen muss infolge einer Exazerbation die bestehende COPD-Therapie verändert und intensiviert werden. Jede Verschlechterung erhöht das Risiko, dass zukünftig noch mehr dieser Situationen auftreten.

Wie erkenne ich eine Exazerbation?

Bei einer Exazerbation treten über mehrere Tage hinweg ein oder mehrere der folgenden Symptome neu oder deutlich verstärkt auf:

  • Mehr Atemnot als sonst
  • Mehr Auswurf in den Atemwegen als sonst
  • Mehr Husten als üblich
  • Enge im Brustraum
  • Verfärbter, zäher Auswurf (gelb oder grün)
  • Gelegentlich auch begleitet von Fieber

Wie häufig sind Exazerbationen?

Die Ergebnisse einer neueren großen Studie konnten deutlich zeigen, das Exazerbationen bereits gehäuft in frühen Erkrankungsstadien der COPD auftreten können. In dieser Studie hatte sogar jeder 5. Patient im Stadium II nach GOLD* (leichte bis moderate Einschränkung der Lungenfunktion) bereits häufige Exazerbationen.1

Eine frühe Diagnose und eine konsequente Behandlung der COPD-Erkrankung sind sehr wichtig, aber ebenso sollte im Falle einer Exazerbation schnell agiert werden.

References

  • 1 Agusti A et al. Respir Res. 2010 Sep 10;11:122