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Gesund mit Katz und Hund – Haustiere bei COPD

Füttern, Gassi gehen, streicheln, spielen, rumtoben – Hunde und Katzen bringen Leben in den Alltag. Hierzulande wohnt übrigens in rund jedem zweiten Haushalt solch ein Vierbeiner.

Auf Hund und Katze kommen

Haustiere motivieren den COPD-Patienten in regelmäßigen Abständen zu Bewegung.

Liebäugeln auch Sie vielleicht mit dem Gedanken, sich ebenfalls tierische Gesellschaft ins Haus zu holen – trauen sich aber nicht so recht wegen Ihrer Erkrankung? Gleich vorweg: Es gibt für COPD-Patienten viele gute Gründe für einen vierbeinigen Freund in den eigenen vier Wänden – und nur ganz wenige dagegen. Allergien auf Tierhaare beispielsweise, denn allergische Symptome verstärken die Symptome einer COPD.

Sprechen Sie daher unbedingt Ihren Arzt auf den geplanten Tier-Familienzuwachs an. Gibt er grünes Licht, profitieren Sie als Lungenpatient gleich mehrfach von Mieze oder Bello, sofern Sie sich an ein paar Vorsichtsmaßnahmen halten.

Tierisch aktiv

Ob Hund, Katze, Meerschweinchen und Co. – ein Haustier braucht Zuwendung und Pflege und ermuntert dadurch zu Aktivität. Der Einkauf von Futter und Streu oder regelmäßige Spaziergänge mit einem Hund halten einen durchaus auf Trab – erfreulicherweise! Denn gerade regelmäßige Ausdauerbewegung fördert den so wichtigen Muskelaufbau bei COPD.

Kontaktbörse Haustier

Ob in der Tierarztpraxis oder bei der Runde um den Block mit dem Hund – über Haustiere kommen Sie schnell ins Gespräch und gewinnen neue Kontakte. Vielleicht ergibt sich ja sogar eine gemeinsame Verabredung zu regelmäßigen Spaziergängen.

Ebenfalls eine gute Idee für künftige Hundebesitzer: Der Besuch einer Hundeschule. Dort knüpft nicht nur Ihr Hund, sondern auch Sie neue Kontakte.

Tiere als Seelentröster

Tiere – vor allem Hunde und Katzen – besitzen besondere Antennen. Sie spüren, wenn sich jemand mal nicht so gut, einsam oder mutlos fühlt oder vielleicht Trost braucht – und sind dann einfach da und spenden Zuwendung in diesen Tiefs. Diese „tierischen Kräfte“ nutzen übrigens mittlerweile einige medizinische Einrichtungen erfolgreich, um kranke Patienten schneller wieder gesund werden zu lassen.

Tiere bei COPD – ein paar Vorsichtmaßnahmen

Haustiere können Krankheitserreger übertragen – vor allem dann, wenn sie sich draußen bewegen. Gehen Sie daher nicht allzu sehr auf körperliche Tuchfühlung mit Ihren tierischen Hausgenossen, um Ihr Infektionsrisiko möglichst gering zu halten. Enge Kuscheleinheiten mit dem vierbeinigen Hausgenossen (Küsse, Hände und Gesicht ablecken lassen) sind für COPD-Patienten daher tabu. Auch im Schlafzimmer haben Haustiere in diesem Fall nichts zu suchen. Speziell Futterstelle und Katzentoilette erfordern in einem COPD-Haushalt eine besonders sorgfältige Hygiene.

Erst mal testen

Sie sind sich noch nicht so ganz sicher, ob Sie die Verantwortung für ein Haustier übernehmen wollen? Kein Problem! Probieren Sie es doch einfach erst einmal aus und nehmen Kontakt zu Ihrem ortsansässigen Tierschutzverein auf. Denn dort können Sie sich beispielsweise anmelden, um regelmäßig mit einem Hund Gassi zu gehen. Eine wirklich wunderbare Gelegenheit, in Bewegung zu kommen und gleichzeitig vorzufühlen, ob ein eigener Hund in Frage käme. Einen Tierschutzverein in Ihrer Nähe finden Sie unter: www.tierschutzbund.de.