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Inhalatoren bei COPD – Worin unterscheiden sie sich?

Bei der Behandlung von COPD werden häufig Medikamente eingesetzt, die mittels Inhalatoren angewendet werden. Das Angebot an verschiedenen Inhalatoren ist sehr groß. Wichtig ist, dass Sie gemeinsam mit Ihrem Arzt einen Inhalator finden, der für Sie persönlich gut geeignet ist. Denn der Erfolg der Inhalationstherapie hängt stark davon ab, ob Sie Ihren Inhalator korrekt anwenden können.
In diesem Artikel können Sie sich einen ersten Überblick verschaffen, worin sich die verschiedenen Inhalationssysteme unterscheiden.

Welche Inhalationssysteme sind verfügbar?

Inhalatoren – worin unterscheiden sie sich?

Alle Inhalatoren, die bei der Behandlung von COPD-Patienten zum Einsatz kommen, lassen sich generell in vier verschiedene Gruppen einteilen: 

  • Sprühvernebler
  • Trockenpulverinhalatoren
  • Dosieraerosole
  • Ultraschall- und Druckluftvernebler

Was kennzeichnet einen Sprühvernebler?

Der Sprühvernebler setzt durch die Kraft einer gespannten Feder eine Aerosolwolke frei. Im Vergleich zu anderen Inhalationssystemen erzeugt er eine feine, sich langsam ausbreitende und langanhaltende Sprühwolke. Hierdurch gelangt der Wirkstoff tief in die Lunge.

Wie funktionieren Trockenpulverinhalatoren?

Bei Trockenpulverinhalatoren liegt der Wirkstoff als treibgasfreies Pulver vor und wird mit der Einatmung inhaliert. Wichtig ist: Patienten, die einen Trockenpulverinhalator verwenden möchten, müssen ein kräftiges Einatemvolumen haben. Nur dann ist sichergestellt, dass eine ausreichende Menge des Wirkstoffes in die Lunge gelangt. Deswegen sind Trockenpulverinhalatoren für Kinder und schwer erkrankte COPD-Patienten nur bedingt geeignet.

Was sind Dosieraerosole?

Bei den Dosieraerosolen befindet sich der Wirkstoff zusammen mit einem Treibgasmittel in einem Druckbehälter. Der Sprühstoß wird in der Regel per Hand ausgelöst. Bei der Anwendung von Dosieraerosolen ist eine exakte Koordination zwischen Auslösung eines Sprühstoßes und Einatmen erforderlich. Das fällt einigen Patienten schwer. Um die Koordination zu erleichtern, können Vorsatzstücke für Dosieraerosole – so genannte Spacer – eingesetzt werden. Auch bei einem fortgeschrittenen COPD-Stadium kann gegebenenfalls ein solcher Spacer sinnvoll sein.

Was kennzeichnet Ultraschall- und Druckluftvernebler?

Bei Verneblern erfolgt die Inhalation über ein Mundstück oder eine Maske. Es kann bis zu 15 Minuten dauern, bis der Inhalationsvorgang abgeschlossen ist. Vernebler werden häufig dann eingesetzt, wenn ein Patient mit den anderen Inhalationssystemen nicht gut zurechtkommt.

Inhalatoren – unsere Tipps für Sie:

  • Sind Sie sich unsicher, ob Sie Ihren Inhalator richtig anwenden? Auf der Webseite der Atemwegsliga e. V. finden Sie Videos, in denen die korrekte Nutzung verschiedener Inhalationssysteme gezeigt wird. Schauen Sie doch gleich mal hier rein!
  • Sie können Ihren Arzt bei der Auswahl des richtigen Inhalators unterstützen, indem Sie sich vorab Gedanken machen, was Ihnen an einem Inhalator wichtig ist. Helfen kann Ihnen dabei z. B. eine Checkliste, die Sie hier abrufen können.

Inhalatoren tragen zum ökologischen Fußabdruck von COPD-Patienten bei. Was bestimmt die Nachhaltigkeit eines Inhalators? Mehr dazu erfahren Sie hier!

2020/10