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Mit COPD leben

Herausforderungen im Alltag

Wie sich eine COPD auf Ihren Alltag auswirkt, hängt sehr vom Stadium der Krankheit und Ihrem Umgang mit der COPD ab. Die COPD kann jahrelang nur mit kleineren Einschränkungen des Lebens verbunden sein. Mit der Zeit können Ihre Beschwerden aber zunehmen. Wenn die körperliche Leistungsfähigkeit abnimmt, leidet oft auch die seelische Verfassung. Die Lebensfreude schwindet.

Je weiter die COPD fortschreitet, je schwerer der Alltag wird, desto wichtiger ist es, dass Sie Unterstützung von Freunden und Familie bekommen, aber auch von Ihrem Arzt oder in einer Selbsthilfegruppe. Die praktische und emotionale Stütze durch ihr persönliches Umfeld ist nicht zu unterschätzen.

Vielen Menschen hilft es, ihren Lebensstil und Tagesablauf möglichst gut an die Bedürfnisse und Reaktionen ihres Körpers anzupassen. Manche konzentrieren sich mehr auf die Dinge, die ihnen besonders wichtig sind. Einige Menschen wenden bestimmte Atem- und Entspannungstechniken an, gönnen sich Ruhe oder sind je nach Tagesform ein wenig körperlich aktiv.

Gestalten Sie ihr Leben selbstbewusst

Lebensfreude trotz COPD

Die Krankheit schränkt Sie ein, aber denken Sie nicht zu viel darüber nach, was Sie nicht mehr können. Konzentrieren Sie sich darauf, was Sie können und was Ihnen Freude bereitet und bleiben Sie aktiv. Treffen Sie sich mit Freunden, gehen Sie ins Konzert oder suchen Sie sich einen Chor, bei dem Sie mitsingen können. Die Angst vor Atemnot hält viele COPD-Patienten davon ab, ihr Leben aktiv zu gestalten. Das ist weder für ihre Lebensqualität noch für den Gesundheitszustand günstig. Wer rastet, der rostet. Diese Volksweisheit gilt auch bei der COPD. Durch übermäßige Schonung wird die COPD schlimmer, nicht besser.

Bewegung ist das A und O

Nutzen Sie jede Möglichkeit, körperlich aktiv zu sein. Je fitter Sie sind, desto besser verkraften Sie die Erkrankung. Gehen Sie spazieren, fahren Sie Fahrrad oder trainieren Sie im Fitnessstudio.

Wenn Sie früher begeistert aufs Fahrrad gestiegen sind und nun keinen Berg mehr hochkommen, ohne dass ihnen die Luft wegbleibt, müssen Sie ja nicht komplett aufs Radfahren verzichten. Vielleicht lohnt sich für Sie die Anschaffung eines Fahrrads mit Elektromotor.

Schließen Sie sich einer Lungensportgruppe an oder machen Sie regelmäßig die Übungen, die Sie in der Physiotherapie oder in der Reha gelernt haben.

Mit einem Schrittzähler (Pedometer) können Sie feststellen, wie aktiv Sie im Laufe des Tages waren. Versuchen Sie die Schritte von Tag zu Tag ein wenig zu steigern.

Das Gewicht im Blick behalten

Ernährung spielt bei der COPD eine wichtige Rolle. Sowohl Über- als auch Untergewicht und vor allem eine zu geringe Muskelmasse wirken sich negativ auf die Belastbarkeit aus. Bei COPD steigt die Atemarbeit, da die Atmung erschwert ist. Dadurch verbrauchen Sie mehr Energie. Daher nehmen manche Patienten mit fortgeschrittener Erkrankung an Gewicht ab, einfach weil Sie nicht genug oder nicht das Richtige essen.

Austausch mit Betroffenen

Sie sind nicht allein mit COPD. In Deutschland sind mehrere Millionen Menschen betroffen. Suchen Sie Kontakt zu Gleichgesinnten. Wenn Sie hören, wie diese mit ihrer Krankheit umgehen und ihren Alltag meistern, gewinnen Sie auch Impulse für Ihr eigenes Leben. Und auch Sie können Ihre Erfahrungen weitergeben und finden vielleicht Freude daran, sich aktiv in der Selbsthilfegruppenarbeit einzubringen.

Notfallplan

Ein akuter Atemnot-Anfall ist ein einschneidendes Erlebnis. Für Betroffene kann es hilfreich sein, einen Notfallplan griffbereit zu haben. Dieser kann dabei helfen, einen bevorstehenden Anfall rechtzeitig zu erkennen, den Schweregrad abzuschätzen und richtig zu reagieren. Zum Beispiel können bestimmte Atemtechniken und Körperhaltungen wie die Lippenbremse und den Kutschersitz angewendet werden, um das Atmen zu erleichtern.

Der Notfallplan enthält typische Symptome und beschreibt, wann die Einnahme oder Dosierung von Medikamenten verändert, ärztliche Hilfe gesucht oder ein Krankenhaus aufgesucht werden sollte.