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Nicht-medikamentöse Behandlung - Ihr Einsatz zählt!

Medikamente können die Atemwege öffnen und so helfen die Beschwerden wie Atemnot zu lindern. Damit allein ist es aber nicht getan. Wesentliche Bestandteile der COPD-Therapie sind Begleitmaßnahmen, bei denen es auf Ihre Mitarbeit ankommt. Sie sind unverzichtbar für den Erfolg der COPD-Behandlung. Welche Maßnahmen dazu gehören:

  • Rauchstopp
  • körperliche Aktivität/Lungensport
  • Schulung
  • Reha
  • Physiotherapeutische Atemtherapie
  • atemerleichternde Körperhaltungen
  • Ernährungsberatung
  • Schutzimpfungen zur (Grippe, Pneumokokken) Vorbeugung akuter Verschlechterungen

Nichtraucher werden verbessert die Prognose

Rauchen ist die Hauptursache für die Entwicklung einer COPD. Der Zigarettenrauch reizt die Atemwege permanent. Wenn Sie es schaffen, mit dem Rauchen aufzuhören, können Sie das Fortschreiten der Erkrankung beeinflussen. Ein Nikotinstopp kann einen raschen und positiven Effekt auf die Lungenfunktion haben. Weitere Vorteile:

  • Die Behandlung der COPD wird effektiver und sinnvoller.
  • Sie müssen weniger husten und atmen freier.
  • Sie fühlen sich insgesamt fitter.
  • Sie können wieder besser schmecken und riechen.
  • Sie haben mehr Geld für andere Dinge.
  • Gleichzeitig sinkt Ihr Risiko für andere Erkrankungen.

Zur Rauchentwöhnung gibt es insbesondere für COPD-Patienten spezielle Programme. Nutzen Sie diese! Erfahrungsgemäß gelingt es in solchen Programmen eher, langfristig Nichtraucher zu werden. Ihr Arzt oder Ihre Krankenkasse können Sie beraten.

Atemnot führt zu Inaktivität, Inaktivität verstärkt Atemnot - gegen diesen Teufelskreis hilft ein passendes Bewegungsprogramm  z.B. in einer Lungensportgruppe

COPD-Reha- Gruppe

Wenn einem im Alltag immer öfter die Puste wegbleibt und jede Treppe eine Qual ist, wird die Bewegung schnell lästig. Die Folge: Viele Menschen mit COPD schonen sich und meiden körperliche Anstrengungen. Das ist verständlich. Trotzdem ist es die falsche Reaktion. Sie verlieren dadurch Muskelkraft und Ausdauer. Je mehr Sie sich schonen, desto eher bleibt die Luft auch bei geringer Belastung oder sogar in Ruhe weg. Ein angepasstes Bewegungsprogramm kann Belastbarkeit, Lungenfunktion und Lebensqualität verbessern.

Daher gibt es für Menschen mit chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen auch einen speziellen „Lungensport“. Das Programm ist auf die Bedürfnisse und Leistungsfähigkeit von Atemwegspatienten zugeschnitten und wird von qualifizierten Trainern geleitet. Es umfasst Atem- und Entspannungstechniken sowie Übungen, die Ausdauer, Koordination und Kraft trainieren. Die Auswahl der Übungen richtet sich nach dem COPD-Schweregrad jedes Teilnehmers. Die Teilnahme am Lungensport kann Ihnen übrigens Ihr Arzt verordnen.

Eine Lungensportgruppe in Ihrer Nähe finden Sie auf der Internetseite der Arbeitsgemeinschaft Lungensport e.V. (www.lungensport.org/lungensport-register.html)

Unterstützung für die Atmung

Nutzen Sie die Möglichkeiten einer physiotherapeutischen Atemtherapie. Sie üben hier spezielle Haltungen und Techniken, die das Atmen erleichtern und zum Beispiel auch dabei helfen, mit akuter Atemnot umzugehen. Unter fachkundiger Anleitung können Sie hier auch lernen, wie sich Sekret leichter abhusten lässt.

Durch gezieltes Training der Atemmuskulatur kann die Atemleistung gesteigert werden. Auch hier kann Sie Ihr Arzt initial unterstützen.

Pulmonale Rehabilitation

Menschen mit COPD können eine Rehabilitation beantragen. Sie soll dabei unterstützen, die eigene Erkrankung besser in den Griff zu bekommen und trotz der Einschränkungen ein möglichst normales Leben zu führen. Das mehrwöchige Behandlungsprogramm beinhaltet unter anderem körperliches Training, Patientenschulung, Atemtherapie, Ernährungsberatung und Rauchentwöhnung. Eine pulmonale Reha wird in speziellen Kliniken oder ambulant angeboten. Dazu beraten kann Sie Ihre Krankenkasse oder Ihr Arzt. 

Ernährungstherapie bei Gewichtsverlust

Bei Fortschreiten der COPD kann es sein, dass Sie ungewollt Gewicht verlieren. Die Atemarbeit kostet zusätzliche Energie und wenn diese nicht mit der Nahrung zugeführt wird, kommt es zum Gewichtsverlust. Auf der anderen Seite kann auch starkes Übergewicht die körperliche Belastbarkeit einschränken. In beiden Fällen ist eine Ernährungsberatung sinnvoll.