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Reha bei COPD – so steigern Sie Ihre Lebensqualität!

Wenn trotz ambulanter ärztlicher Behandlung alltagsrelevante Krankheitsfolgen verbleiben, die ein normales berufliches oder privates Leben behindern, ist eine speziell für an COPD Erkrankte zugeschnittene Rehabilitation angebracht. Dass diese tatsächlich helfen kann, ist wissenschaftlich erwiesen. COPD ist nicht heilbar, doch das Voranschreiten der Krankheit kann sich durch Bewegung, Sport, gesunde Ernährung und vor allem durch Rauchstopp verzögern lassen. Einige Wochen in einer Reha-Klinik können die Patienten dabei unterstützen, sich mit einem rauchfreien Leben, einem regelmäßigen Sportprogramm und einer Ernährungsumstellung einzurichten. Doch wie beantragt man eine Reha und wie findet man eine passende Klinik? Und helfen Reha-Maßnahmen wirklich?

Daumen hoch: Reha hilft COPD-Patienten

Die meisten Patienten, die an einer mehrwöchigen stationären Reha-Behandlung teilgenommen haben, berichten, dass diese ihnen sehr geholfen hat – vor allem dann, wenn sich auch im Kopf etwas verändert hat. Wichtig ist, dass Sie Stressfaktoren, sei es Arbeit, sei es Familie oder Freunde, sehr stark reduziert haben und Ihr Sozialleben auf Ihre eigenen Bedürfnisse abgestimmt haben. Sie sollten jetzt zwar viele Ruhepausen einplanen und Ihr Leben langfristig umstellen, jedoch sollten Sie hierbei Bewegung und Aktivität mit einplanen!

Diese Vorteile bringt Ihnen die Reha

Reha-Sportgruppe

Eine auf Lungenkranke speziell zugeschnittene Rehabilitation bessert nicht nur das Befinden der Betroffenen, sie steigert auch messbar die körperliche Belastbarkeit. Darauf weist Dr. Konrad Schultz, medizinischer Direktor der Klinik Bad Reichenhall und Experte für pneumologische Rehabilitation, auf der Webseite www.lungenaerzte-im-netz.de hin.

„Zu den wichtigsten Wirkungen der pneumologischen Rehabilitation zählen die Steigerung der Lebensqualität, ein besseres Allgemeinempfinden, die Abnahme von Atemnot, Husten und Auswurf, eine gesteigerte körperliche Leistungsfähigkeit und weniger Akutkrankenhausaufenthalte sowie die Abnahme von krankheitsbegleitender Angst und Depression. Außerdem scheint die durch ein komplettes Rehabilitationsprogramm gesteigerte körperliche Belastbarkeit den Patienten auch einen deutlichen Überlebensvorteil zu bringen. Dennoch“, so bedauert Schultz, „wird sie leider immer noch zu selten angeordnet. Betroffene Patienten sollten daher nicht zögern, bei ihrer Krankenkasse oder bei ihrer Sozialversicherung einen Antrag auf Rehabilitation zu stellen.“

Studien haben gezeigt, dass eine Rehabilitation bei COPD-Patienten

  • Lebensqualität und Allgemeinempfinden verbessert
  • Atemnot, Husten und Auswurf verringert
  • körperliche Leistungsfähigkeit steigert
  • krankheitsbegleitende Angst und Depressivität reduziert

Stabilerer Gesundheitszustand

Nach einer Reha müssen an COPD Erkrankte mit häufigen Atemnot-Anfällen in den ersten Jahren danach seltener ins Krankenhaus. Eine Rehabilitation kann Ihre Belastungsfähigkeit steigern. Dadurch wird es für Sie wieder möglich, längere Strecken zu gehen, ohne dass Sie in Atemnot geraten.

Wichtige Therapiebausteine der Rehabilitation sind:

  • fachärztliche Überprüfung und gegebenenfalls Optimierung der medikamentösen Therapie
  • umfassende Patientenschulung
  • spezialisierte Trainings- und Sporttherapie (auch bei fortgeschrittener COPD)
  • spezialisierte Atemphysiotherapie und Krankengymnastik
  • Inhalationstherapie
  • Ergotherapie inklusive Hilfsmittelberatung und Gelenkschutz
  • psychologische Hilfen
  • Entspannungsverfahren
  • Sozial- und Berufsberatung
  • Ernährungsberatung
  • Tabakentwöhnung

Wie wirkt sich ein Reha-Aufenthalt aus?

COPD ist nicht heilbar, doch lässt die Krankheit durch Bewegung, Sport, gesunde Ernährung und vor allem durch Rauchstopp positiv beeinflussen. Einige Wochen in einer Reha-Klinik können Ihnen helfen, sich mit einem rauchfreien Leben, einem regelmäßigen Bewegungsprogramm und einer Ernährungsumstellung einzurichten. Wenn der Alltag nicht ablenkt, fällt es erfahrungsgemäß leichter, sich mit dem eigenen Gesundheitszustand auseinanderzusetzen und zum Beispiel Entspannungs- oder Atemtechniken einzuüben.

Rehabilitation kann zu einer deutlichen Verbesserung des COPD-Verlaufes führen, egal, ob Sie gleichbleibende COPD-Beschwerden haben oder unter häufigen Atemnot-Anfällen leiden. Zögern Sie nicht, einen Antrag auf Rehabilitation bei Ihrer Krankenkasse oder Sozialversicherung zu stellen. Dazu raten die Lungenärzte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP). Bei der Wahl der Klinik sollten Sie darauf achten, dass die Klinik auf Lungenkrankheiten spezialisiert ist und über entsprechende Fachärzte verfügt. Ihr Arzt kann Sie bei der Wahl der Klinik beraten.

Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn Ihr Antrag abgelehnt wird. Legen Sie Widerspruch ein.

Hilfe zur Selbsthilfe

Durch einen Reha-Aufenthalt kann eine chronische Erkrankung nicht geheilt werden. Sie kann aber dazu beitragen, durch das erlernte Verhalten, besser im Alltag und Berufsleben mit der Erkrankung umzugehen. Sie ist quasi Hilfe zur Selbsthilfe.

Wichtig ist, dass Sie auch nach der Reha die erlernten Techniken und Übungen selbstständig fortführen. Das fällt vielen in der Gruppe leichter. Suchen Sie nach speziellen Programmen für COPD-Patienten in Ihrer Nähe. Viele Krankenkassen bieten entsprechende Kurse an.

Lungensport - Mehr Bewegung! Mehr Luft! Mehr Lebensqualität!