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Kleiner Pieks, große Wirkung: Impfschutz für COPD-Patienten

Die Tage werden wieder merklich kürzer, die Bäume bunter und die Temperaturen immer öfter einstellig – der Herbst hält unweigerlich Einzug. Und damit naht für COPD-Patienten ein alljährlich wichtiger Termin: die Grippeschutzimpfung gegen das saisonale Grippevirus! Oft liegt der aktuelle Impfstoff ab Oktober in der Arztpraxis vor. Machen Sie am besten gleich einen Termin.

Gerade Sie als COPD-Patient sollten diese Chance nutzen, um sich vor Grippe und anderen Infektionen zu schützen. Ärzte raten dringend zu Impfschutz!

Impfungen als Schutzschild für die Atemwege

Infekte wie Grippe oder Erkältung sind die häufigste Ursache für eine Verschlechterung des Gesundheitszustands bei COPD. Die alljährliche Grippeimpfung im Herbst schützt vor den mitunter gefährlichen Grippeviren; die Impfung gegen Pneumokokken bietet zudem Schutz vor einem der häufigsten Erreger von Lungenentzündungen.

Eine Ärztin berät einen älteren Mann zu Schutzimpfungen

Wer an chronischen Erkrankungen der Atemwege leidet – beispielsweise Asthma oder einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) – sollte seine Atemwege möglichst optimal schützen und sie vor Reizen und Gefahren bewahren. Dazu zählen auch Krankheitserreger wie Viren und Bakterien. Beide können die vorliegende chronische Entzündung der Atemwege „anfeuern“ und schwere Krankheitsschübe mit heftiger Atemnot hervorrufen. Auch die Lungenfunktion leidet nicht selten unter derartigen Infektionen.

Grippeviren: Alle Jahre wieder und jedes Jahr anders

Grippeviren sind wahre Verwandlungskünstler und präsentieren sich jedes Jahr anders. Daher schützt die allgemein gut verträgliche Impfung gegen Grippeviren immer nur gegen die jährlich variierende gerade grassierende Virenform. Für COPD-Patienten besteht durch ihre Grunderkrankung ein erhöhtes Risiko für einen komplizierten Krankheitsverlauf. Sie sollten daher unbedingt jedes Jahr eine Grippeschutzimpfung wahrnehmen, die sich gegen die jeweils dann aktuellen Viren richtet.

Optimaler Zeitpunkt: Die Ständige Impfkommission (STIKO) vom Robert-Koch-Institut rät zu Schutzimpfungen zwischen Oktober und November. Der vollständige Impfschutz besteht dann ab 10 bis 14 Tage nach der Impfung.

Pneumokokken: Bakterielle Gefahr für Lungenentzündungen

Pneumokokken gehören zu den Bakterien, die schwere Lungenentzündungen hervorrufen können. Sie als COPD-Patient haben bereits vorgeschädigte Atemwege und besitzen damit ein höheres Erkrankungsrisiko als Gesunde; umso wichtiger ist daher ein entsprechender Impfschutz. Der Impfschutz gegen Pneumokokken hält etwa fünf Jahre und muss daher anders als bei der Grippe nicht jährlich wiederholt werden. Eine Auffrischung ist also erst im sechsten Jahr erforderlich.

Tipp: Die Pneumokokkenimpfung für Erwachsene kann auch in Kombination mit einer Grippeschutzimpfung erfolgen.

Allgemeiner Impfschutz bei COPD

Wer an einer chronischen Erkrankung wie COPD leidet, benötigt optimalen Schutz vor allem, was seine Gesundheit gefährden könnte. Die klassischen Schutzimpfungen gehören daher ebenso dazu wie die erweiterten Impfempfehlungen für chronisch Kranke, Menschen über 60 Jahre etc.

Bringen Sie beim nächsten Arzttermin ihren Impfpass mit und lassen Sie prüfen, ob Sie ausreichend geschützt sind, etwa gegen Keuchhusten, Tetanus, Diphtherie. Und auch vor Auslandsreisen – speziell Fernreisen – sollten Sie das Thema Impfschutz beim Arztbesuch ansprechen.

Detaillierte Informationen zu den aktuell gültigen Impfempfehlungen gibt es hier:
http://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/STIKO/Empfehlungen/Impfempfehlungen_node.html

 

Quelle: www.rki.de