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Sommer, Sonne - und was ist mit COPD?

Es muss nicht immer die große Hitzewelle sein – auch ganz normale Sommertage können glücklich machen, aber auch herausfordernd sein. Denn für viele Menschen sind bereits dauerhafte Temperaturen über 25 Grad belastend. Dies kann sogar dazu führen, dass vermehrt Patienten mit Atemwegserkrankungen in die Notaufnahmen der Krankenhäuser müssen. Denn die Atmung fällt gerade COPD-Betroffenen dann häufig schwerer als sonst.

Sommer und Sonne – Senioren am Strand

Viele Menschen denken, dass hohe Temperaturen vor allem für Patienten mit Herz-Kreislauf-Problemen unangenehm und belastend sind. Es zeigt sich aber, dass an Tagen mit Temperaturen über 25 Grad vermehrt Patienten mit Atemwegserkrankungen ins Krankenhaus kommen.

Die Ursachen dafür sind vielfältig. So nutzt der menschliche Körper nicht nur die Haut, um über den Schweiß die Körpertemperatur zu senken. Auch über die Lungen wird ebenfalls überschüssige Wärme abgegeben. Dafür erhöht der Körper die Atemfrequenz. Bei COPD-Patienten, deren Lunge krankheitsbedingt bereits stark geschädigt ist, wird dieser Wärmetransport allerdings häufig behindert: Aufgrund ihrer geringen Atemkapazität können sie ihre Atemfrequenz kaum noch steigern. Ein effizientes Abatmen der Wärme funktioniert nur noch eingeschränkt. Kommt es zusätzlich noch zu einem Austrocknen (Dehydration) durch mangelnde Flüssigkeitszufuhr, kann die Lunge weniger durchblutet werden. Dies kann die Patienten zusätzlich belasten.

Tipps - nicht nur für COPD-Betroffene:

  • An warmen Tagen viel Flüssigkeit trinken – am besten Mineralwasser
  • Für regelmäßige Abkühlung sorgen
  • Pralle Sonne vermeiden und im Schatten aufhalten
  • Körperliche Aktivitäten auf die nicht so heißen Stunden des Tages verschieben

Stand: August 2020