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Welche Medikamente helfen bei COPD?

Ein zentraler Bestandteil der täglichen COPD-Therapie sind Medikamente. Abhängig vom Schweregrad der Erkrankung empfehlen Leitlinien ein stufenweises Vorgehen bei der Behandlung. Heute stehen gute medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten für die COPD zur Verfügung, denn gerade in den letzten Jahren hat sich hier viel getan.

Medikamente: Mehr Luft für die Lunge

Medikamente, die Ihre verengten Bronchien erweitern, so genannte Bronchodilatatoren, sind ein wesentlicher Bestandteil der COPD-Therapie. Diese atemwegserweiternden Medikamente werden vorzugsweise inhaliert, also eingeatmet. Durch das Einatmen können sie dann direkt die erkrankten Bronchien erreichen. Einige Medikamente können bei nur einmal täglicher Inhalation die verengten Atemwege über 24 Stunden lang öffnen. Speziell entwickelte Inhalatoren machen die Anwendung ganz einfach.

Damit Ihre Therapie den gewünschten Erfolg bringt, achten Sie bitte darauf, Ihr Medikament täglich zu inhalieren, wie mit Ihrem Arzt besprochen. Als Erinnerungshilfe heften Sie am besten einen Aufkleber an einen gut sichtbaren Ort, beispielsweise an den Kühlschrank in der Küche oder auf den Badezimmerspiegel oder nutzen Sie die Erinnerungsfunktion Ihres Smartphones oder Handys.

Außer den langwirksamen Bronchodilatatoren, die von Ihnen regelmäßig angewandt werden müssen, stehen atemwegserweiternde Medikamente zur Verfügung, deren Wirkung besonders rasch einsetzt. Ihre Wirkdauer variiert je nach Substanz. Diese schnell wirkenden Bronchodilatatoren eignen sich gut, wenn Sie unter akuter Atemnot leiden.

Außer den bronchienerweiternden Medikamenten kann Ihr Arzt auch inhalatives Kortison verschreiben. Es kommt aber nur bei sehr schweren COPD-Verläufen zum Einsatz, wenn es trotz regelmäßiger Anwendung von Bronchodilatatoren weiterhin zu häufigen akuten Verschlechterungen (Exazerbationen) kommt. Kortison wirkt entzündungshemmend. Bei sehr weit fortgeschrittener COPD kann eine Sauerstofftherapie notwendig werden. Meist erfolgt diese über ein Sauerstoffgerät, mit dem der Patient über einen dünnen Schlauch sauerstoffreiche Luft durch die Nase einatmen kann.

Schutzimpfungen gegen Grippeviren (Influenza) und Atemwegsinfekte durch bestimmte Bakterien (Pneumokokken) sind grundsätzlich empfehlenswert und senken das Risiko für akute COPD-Verschlechterungen.

Therapieerfolg? - Sie haben es in der Hand!