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Wie kann man die COPD behandeln?

Heute stehen gute medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten für die COPD-Therapie zur Verfügung, gerade in den letzten Jahren hat sich hier viel getan. Aber Medikamente sind nicht alles. Sie selbst haben die besten Karten in der Hand, entscheidendes für Ihre Lunge und für Ihre Gesundheit zu tun: Durch Ihr Verhalten, durch gesunde Ernährung, durch Nikotinstopp und durch körperliche Aktivität. Ein erster wichtiger Schritt besteht darin, dass Sie Ihre Sache entschlossen anpacken und sich gründlich über Ursachen, Verlauf und die COPD-Behandlung informieren.

COPD-Therapie ­ - Sie haben es in der Hand!

Mit Medikamenten und zusätzlichen Maßnahmen lassen sich die Symptome und Beschwerden einer COPD meist wirkungsvoll lindern. Sie selbst können sehr viel dazu beitragen, Ihre Lebensqualität, Leistungsfähigkeit und Lungenfunktion zu schützen und Ihr Atmung zu stärken. Je früher Sie die COPD konsequent medikamentös und nicht-medikamentös angehen, umso besser. Sie können dadurch Ihren Gesundheitszustand positiv beeinflussen.

Die optimale COPD-Behandlung basiert immer auf den beiden Bausteinen:

  • atemwegserweiterende Medikamente (langwirksame Bronchodilatatoren)
  • nicht medikamentöse Maßnahmen (Rauchstopp, Schulung, körperliche Aktivität, Atemtherapie, angepasste Ernährung, Schutzimpfungen)

Medikamente verschaffen Ihnen wieder mehr Luft

Die Basis der Therapie sind sogenannte langwirksame Bronchodilatatoren. Sie werden üblicherweise inhaliert, also direkt in die erkrankten Bronchien eingeatmet. Einige langwirksame Medikamente können bei nur einmal täglicher Inhalation die verengten Atemwege über 24 Stunden offenhalten und Ihnen so mehr Luft verschaffen.

Zusätzlich stehen kurzwirksame Medikamente zur Verfügung, die zum Beispiel bei akuter Atemnot rasche Linderung verschaffen.

Je nach aktueller Situation und Verlauf hat Ihr Arzt verschiedene Medikamente zur Verfügung, die bei Bedarf auch kombiniert werden können. Bei sehr weit fortgeschrittener COPD sind zusätzliche Möglichkeiten wie Langzeitsauerstofftherapie, Beatmung oder aber auch operative Verfahren gegeben. Aber soweit muss es gar nicht erst kommen. Mit den heute verfügbaren Medikamenten und Behandlungsmöglichkeiten können die COPD Symptome und COPD Beschwerden erfreulicherweise in vielen Fällen wirkungsvoll behandelt werden.

Ihr Beitrag zum Therapieerfolg

Medikamente allein sind nur die halbe Miete. Sie eröffnen die Chance, nicht medikamentöse Maßnahmen wie eine angepasste körperliche Aktivität, Atemübungen, Lungensport oder spezielle Rehabilitations- und Schulungsprogramme aktiv zu nutzen. Sie können dazu beitragen, die körperliche Belastbarkeit zu erhalten, die Atmung zu stärken und akute Beschwerden zu besser.

Auch wenn es schwerfällt, wichtig ist aktiv zu bleiben. Schwingen Sie sich aufs Rad oder raffen Sie sich auf, spazieren zu gehen. Sie können durch regelmäßige Bewegung Ihre Ausdauer und Belastbarkeit Stück für Stück stabilisieren und verbessern. Und Ihrer Stimmung tut es auch gut!

COPD - Am Ball bleiben mit der Therapie!

Werden Sie Experte in eigener Sache

Weil Ihr eigenes Tun so wichtig für den Gesundheitszustand ist, sollten Sie die Möglichkeit einer Schulung wahrnehmen. Das hat nur Vorteile. Sie lernen in der Patientenschulung mit Ihren Symptomen besser umzugehen, wie Sie Ihre Medikamente richtig anwenden und welche Atemübungen sinnvoll sind. Damit Sie sich keine falsche Technik beim Inhalieren Ihrer Medikamente angewöhnen, üben Sie in der Schulung die richtige Inhalationstechnik mit Ihrem eigenen Inhalator. Dabei können Sie fragen, wenn Sie etwas nicht verstehen und sich außerdem mit anderen Betroffenen austauschen. Schulungen verschaffen Sicherheit im Umgang mit der Erkrankung und helfen bei Atemnot-Anfällen sicher und ohne Angst zu handeln.

COPD ist zwar nicht heilbar, aber gut behandelbar

Wichtig ist, dass Sie ...

  • Ihren langwirksamen Bronchodilatator täglich inhalieren, so wie mit dem Arzt besprochen.
  • das Rauchen aufgeben, falls nicht schon geschehen. Fragen Sie den Arzt nach Programmen zur Rauchentwöhnung.
  • Atem- und Entspannungstechniken in Ihren Alltag einbauen.
  • durch regelmäßige Bewegung Ihre Ausdauer trainieren.
  • auf Ihre Ernährung achten.
  • den Kopf nicht in den Sand stecken.