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Wie können Sie einer Verschlechterung vorbeugen?

Bei einer COPD kann sich die Lungenfunktion plötzlich drastisch verschlechtern, die Beschwerden werden dann abrupt schlimmer. Solche Exazerbationen machen die Krankheit gefährlich. Eines der wichtigen Ziele der Therapie ist daher, solche akuten Krisen zu verhindern.

Typische Warnzeichen für eine drohende Verschlechterung

Ehepaar Treppe
  • Zunehmende Atemnot, auch in Ruhe
  • vermehrter Husten
  • Veränderungen des Auswurfs: größere Menge, gelb-grüne Farbe, veränderte Zähigkeit
  • zunehmender Verbrauch an Bedarfs-Spray
  • verminderte Belastbarkeit, Abgeschlagenheit, Müdigkeit
  • Abnahme der Peak-Flow-Werte

So können Sie einer akuten Verschlechterung vorbeugen:

  • Schutzimpfungen gegen Grippe (jährlich) und Pneumokokken. Denn Exazerbationen treten vor allem im Herbst und Winter auf und werden meist durch Atemwegsinfektionen ausgelöst. Jede Infektion, die Sie durch eine Impfung vermeiden, kann auch vor einer akuten Verschlechterung der COPD schützen.
  • Inhalieren Sie regelmäßig die Medikamente, die Ihnen Ihr Arzt zur Verringerung des Auftretens von Exazerbationen verordnet hat.
  • Vermeiden Sie Qualm und Rauch. Tabakrauch reizt die Lunge und kann Verschlechterungsschübe verursachen. Sie sollten auch Passivrauch sowie anderen Reizstoffen (u. a. Rauch, Staub) aus dem Weg gehen.
  • Nehmen Sie an Patientenschulungen teil. Denn hierbei lernen Sie, akute Verschlechterungen frühzeitig zu erkennen, und können ein angemessenes Verhalten im Atemwegs-Notfall üben.
  • Machen Sie Bewegungs- und Atemtherapieübungen.
  • Achten Sie auf ein normales Körpergewicht. Übergewicht belastet den Körper und kann die Atemnot noch verstärken. Untergewicht erhöht dagegen oft die Anfälligkeit für Infektionen und verlangsamt den Gesundungsprozess.

Aus Angst vor möglichen Atemwegsinfektionen sollten Sie aber nicht Ihr komplettes soziales Leben aufgeben. Wichtig ist, die richtige Balance zu finden. Achten Sie auf die Signale, die Ihr Körper sendet. Wenn Sie eher müde und schlapp sind, bleiben Sie lieber zuhause. Andererseits sollten Sie immer raus gehen und Menschen treffen, wenn Ihnen danach ist.

Keine Panik bei Atemnot

Atemnot fühlt sich sehr bedrohlich an, die damit verbundenen Ängste sind sehr verständlich. Umso wichtiger ist es, Atemnot-Anfällen vorzubeugen und für den Fall der Fälle vorbereitet zu sein. Meiden Sie so gut es geht Situationen, von denen Sie wissen, dass sie bei Ihnen Atemnot auslösen. Gestalten Sie Ihren Tagesablauf nach Ihrem eigenen Rhythmus und versuchen Sie Stress und Hektik gar nicht erst aufkommen zu lassen. Entspannungstechniken wie autogenes Training oder Yoga können sehr hilfreich sein, entsprechende Kurse werden z. B. an Volkshochschulen angeboten.

Sofortmaßnahmen bei akuter Atemnot:

Lippenbremse
  • Bewahren Sie Ruhe
  • Messen Sie Ihren Peak-flow-Wert
  • Inhalieren Sie Ihr Bedarfsmedikament, wie mit dem Arzt besprochen
  • Öffnen Sie eventuell ein Fenster
  • Ausatmen mit „Lippenbremse“
  • „Kutschersitz“ einnehmen
  • Messen Sie nach 5 bis 10 Minuten erneut Ihren Peak-flow-Wert. Falls er sich nicht verbessert oder gar verschlechtert hat, inhalieren Sie erneut Ihr Bedarfsmedikament. Nehmen Sie außerdem die anderen Medikamente ein, die Ihr Arzt Ihnen für den Notfall verordnet hat
  • Bei weiterer Verschlechterung: Notarzt anrufen