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Diagnose COPD: Wie sage ich es meiner Familie?

Die Familie nicht belasten zu wollen oder die Angst vor überfürsorglichen Reaktionen können Gründe sein, nicht über die COPD-Diagnose sprechen. Warum Sie frühzeitig mit Ihrer Familie über Ihre Erkrankung reden sollten und was Ihnen im Gespräch helfen kann, erfahren Sie hier!

COPD vor der Familie verschweigen? – Keine gute Option

Großvater im Gespräch mit Sohn und Enkel.

Nach Ihrer COPD-Diagnose wollen Sie Ihre Familie vor dieser Neuigkeit beschützen und nicht unnötig mit Ihren Sorgen belasten. Das ist verständlich. Dennoch ist es keine gute Idee, nicht mit den Kindern, Enkeln oder anderen Angehörigen über die Krankheit zu sprechen. Denn:

  • Die Unterstützung und das Verständnis Ihrer Familie kann Ihnen dabei helfen, die mit der COPD einhergehenden Probleme im Alltag besser zu bewältigen.
  • Wenn Sie sich von Ihren Angehörigen zurückziehen, laufen Sie Gefahr einsam zu werden. Das kann Ihre Lebensqualität stark beeinträchtigen und erhöht sogar das Risiko für eine Depression.

Daher ist es empfehlenswert, nach der Diagnose bald mit Ihrer Familie über Ihre COPD-Erkrankung zu sprechen.

So klappt das Gespräch mit der Familie nach der Diagnose

Die folgenden Tipps können Ihnen dabei helfen, ein offenes, ehrliches und vertrauens-bildendes Gespräch mit Ihrer Familie zu führen:

  • Die Nachricht von Ihrer COPD-Diagnose kann für Ihre Angehörigen ein Schock sein. Rechnen Sie mit emotionalen Reaktionen wie Zorn, Angst, Trauer, Rückzug oder Aggressionen – und haben Sie Verständnis dafür. Umgekehrt kann es auch sein, dass Ihre Familie mit übermäßiger Fürsorge reagiert. Haben Sie auch dafür Verständnis.
  • Achten Sie darauf, wann die emotionalen Grenzen Ihres Gegenübers erreicht sind und schlagen Sie ggf. vor, das Gespräch zu einem späteren Zeitpunkt fortzuführen. Sie werden ohnehin noch öfter mit Ihrer Familie über die COPD sprechen müssen.
  • Antworten Sie möglichst ehrlich auf konkrete Fragen Ihrer Familie. Wenn Sie eine Antwort nicht kennen, geben Sie das auch offen und ehrlich zu.
  • Versichern Sie Ihren Angehörigen, dass Sie ihnen auch zukünftig alle wichtigen Informationen zur COPD mitteilen werden, und dass Sie als Familie zusammenhalten.

COPD und Familie: Worauf es im weiteren Verlauf ankommt

Reden Sie auch weiterhin regelmäßig mit Ihrer Familie über die Erkrankung, Ihr Befinden und Ihre Ängste. Allein das Ansprechen dieser Themen kann für Sie und Ihre Angehörigen enorm entlastend wirken. Durch regelmäßige Gespräche fördern Sie Rücksichtnahme, Toleranz und Verständnis – entscheidende Faktoren für Sie und Ihre Familie, um mit einer chronischen Erkrankung wie der COPD zurechtzukommen.